Alex Tango im Praxistest
Geschrieben von: Michael Schmale   
RITMO oder TANGO …         
… was tanzt du?         


Vorwort:
Wer kennt das nicht, hunderte verschiedenster Kunstköder in den gefüllten Regalen der Angelläden. Wer soll dabei noch den Überblick behalten.
Gerade Anfänger haben es da sehr schwer und selbst für mich als alten Hasen in Sachen Kunstköderfischen ist es auch nicht immer einfach das richtige Produkt aus der geballten Masse von Ködern heraus zu suchen. Wer viel und oft mit Wobblern fischt weiß, dass wenn ein Köder nicht das hält was er verspricht, er schnell sein Dasein in der Kiste fristet.
Es gibt aber auch Produkte auf die man sich verlassen kann und die bedenkenlos eingepackt werden können.





Sowohl der Profi als auch Anfänger trifft mit diesen Ködern immer die richtige Wahl.
Eine dieser Marken von denen ich spreche heißt Alex Lures. Diese Wobbler überzeugen nicht nur durch Ihre hochwertige Qualität sowie Stabilität, sondern vor allem durch ihre Fängigkeit.
Unsere barschartigen Fische scheinen in diese Köder gerade zu vernarrt zu sein.
Vorsichtiger Biss?
Fehlanzeige! Der Köder wird meist vehement genommen.

Da ich überaus von Alex Ködern überzeugt bin und sie mir sehr schöne Fische ans Band brachten, bin ich froh diese weiter Testen zu können.
In einem früheren Bericht schrieb ich bereits über den Alex Ritmo Five und möchte nun mit dem Alex Tango Fortfahren.
Auch dieses Mal erstreckte sich die Testphase über mehrere Monate, zu Anfang war es recht kalt und das Fischen gestaltete sich recht schwierig. Die meisten Seen sowie Flüsse waren zugefroren und nur selten lohnte es sich, einen Fuß vor die Tür zu setzen um fischen zu gehen.
Als das Eis aber dann endlich verschwunden war, gab es kein Halten mehr um ans Wasser zu kommen und ich war gespannt auf den Lauf und die Fängigkeit des Alex Tango.
Erfüllt dieser Wobbler ebenso die Leistungen, wie ich es von Alex Ritmo gewohnt war?

Praxiserfahrungen:
Der Name allein ließ schon erahnen, dass es sich auch bei diesem Modell um einen Tänzer der Unterwasserwelt handelt.
Bekanntlich ist Tango ein Tanz mit kraftvollen und gleitenden Schritten und genau so flankte der Tango von Alex Lures auch.
Durch seine schlanke messerartige Körperform schneidete er förmlich das Wasser auseinander und auch beim Auswerfen klatschte er nicht einfach auf die Oberfläche, sondern gleitete schön hinein.
Man kann also sagen, wer einen Köder benötigt der im genauen Gegensatz zum Alex Ritmo Five steht, ist mit dem Tango bestens beraten.
Der Tango ist ein Köder mit dem sich ein klein wenig moderater fischen lässt als mit dem Ritmo.
Das heißt aber nicht, dass der Tango erst mal auf eine entsprechende Geschwindigkeit gebracht werden muss.
Selbst bei leichtem Zug flankt der Tango schön von Side to Side.
In der kälteren Jahreszeit kann beispielsweise ein etwas ruhigerer Lauf fangentscheidend sein.

Wenn es auf Zander geht kann der Tango deep runner richtig punkten, denn wie bekanntlich jeder weiß, werden schlanke Köderformen gerade von dieser Fischart sehr bevorzugt.
Wie gewohnt waren die Farben identisch mit denen des Ritmos und überwiegend gedeckt.
Dekore welche an fast allen Gewässern sehr gut eingesetzt werden konnten waren Firetrout und Bitterling.
Aber selbst das Firetrout-Dekor lässt einen beim Anblick nicht direkt blind werden, nein auch hier setzt Alex Lures eher auf das etwas dezentere Aussehen.

Obwohl der Ritmo das Aushängeschild der Firma darstellt, braucht sich ein Tango nicht dahinter zu verstecken. Ganz im Gegenteil, für mich ist er auf gleicher Stufe zu stellen.
Denn das was der Ritmo nicht hat oder kann, wird durch den Tango gut abgedeckt und anders herum genau so!

Eine sehr gute Eigenschaft des Tango shallow runners war das Suchen der Fische in den Flachwasserzonen der Gewässer, wie z.B. an Schliffgürteln oder Seerosenfeldern.
Um den Tango richtig in Szene zu setzen bedarf es keinerlei großartiger Erfahrung.
Einfach auswerfen, einleiern und fangen.
Der Tango ist allerdings kein Köder der getwitcht werden sollte, halt ein reinrassiger Crankbait in Vollendung.
Das sogenannte Twitchen würde nur seinen Lauf negativ beeinträchtigen.
Viel besser und effektiver sind ganz kurze Spinnstops und gelegentliche Spurts des Köders.
Dieser Mix aus stop and go bringt die Fische um dem Verstand und wenn ein Fisch in der Nähe ist, packt er auch meist zu.
Deshalb ist es bei dieser Art des Fischens sehr wichtig Strecke zu machen.
Also den zu befischenden Bereich 10 Minuten abwerfen und dann die Stelle zu wechseln.


Im Gegensatz zu Wobblern die mit Kugeln oder Gel gefüllt sind, was beim Tango nicht der Fall ist, lässt er sich sehr präzise und ebenso abwechslungsreich führen.
Dies ist ein kleiner und feiner Unterschied zu den Kunststoff Wobblern, welcher meist überhaupt nicht berücksichtigt wird.
Durch diese sogenannten Weitwurfsysteme im Inneren, beispielsweise durch Gel, kann ich meinen Köder zwar führen aber er ist in seiner Aktion unberechenbar.
Dies ist nicht immer ein Vorteil beim Spinnfischen!
Zwar kann der Köder dadurch Bewegungen vollziehen, die normal sehr schwierig hin zu bekommen sind, aber entscheidend ist der Augenblick, vor dem zuschnappen des Fisches.
Stimmt in diesem Augenblick nicht die Präsentation des Köders, dreht der Fisch wohl möglich ab und man ärgert sich schwarz.

Der aus Balsaholz gefertigte Alex Tango hingegen lief genau so, wie ich ihn führte.
Ohne wenn und aber!
So konnte ich den Köder durch einen Barschschwarm fischen und er zielsicher das macht wozu er da ist, nämlich fangen.
Mit diesem Wobbler herrscht also absolute Kontrolle unter Wasser.
Am besten ist, man schaut sich vorab den Lauf und die Aktion im klaren Uferwasser an, um sicher zu gehen wie der Köder auf welche Bewegung reagiert.


Angaben und Fakten:
In meinen Tests befischte ich ausschließlich Stillwasser in Westdeutschland.
Direkt am ersten Tag konnte ich mit dem ersten Wurf einen schönen Hecht überlisten, ein netter Beifang da der Köder eigentlich auf Barsch angesetzt war.
Allgemein kann ich aber sagen das sowohl Barsch als auch Hecht und Zander mit diesem klasse Köder gefangen werden können.
Die Testmodelle aus der Tangoreihe waren sowohl Flachläufer als auch Tiefläufer, damit ich alle Gewässerschlichten abfischen konnte.
Mitunter, kamen der 6cm und 7cm Tango in Floating zum Einsatz.
Die Tauchtiefen betrugen geworfen 1,0m; 1,5m; 2,0m
Bei den Dekoren kamen folgende Designs zum Einsatz:
TS Threadfin Shad; ES Emerald Shiner; DA Dace; AS American Shad
Wie bei allen Alex Lures wurden auch bei diesem Modell, je zwei hochwertige VMC Drillinge verbaut, die an stabilen Sprengringen hängen.
Obwohl teilweise Hechte bis 70cm damit gedrillt wurden und die Köder einige Male im Kraut hängen blieben, konnte ich kein Aufbiegen der Haken feststellen.
Das nenne ich Qualität und leider nicht mehr die Regel bei vielen Herstellern von Kunstködern.
Auch die Lackierung hält was sie verspricht. Die Hechtzähne haben zwar Spuren hinterlassen aber wirklich nur sehr geringfügig.
Von vielen Ködern in meinen Kisten, bin ich es mittlerweile schon gewohnt Farbabplatzer nach einem Drill oder durch das scheuern der Drillinge zu haben.
Nicht so beim Tango, kleine Vertiefungen oder minimale Einstiche ist alles, was zu sehen ist.
Das gleiche konnte ich schon beim Alex Ritmo feststellen, der im gleichen Designverfahren hergestellt wird.
Den Tango gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen, sinkend und schwimmend.
Wer gerne einen schwebenden Köder fischt, braucht simpelerweise nur, am schwimmenden Modell schwerere Drillinge zu verbauen und bekommt so im Handumdrehen einen schwebenden Köder.
Wie auch bei allen anderen Alex Wobblern reicht die Farbpalette von natürlich bis zu knallig und ist mit über 20 Farben sehr gut und für wirklich jede Situation gerüstet.


Fazit:
Auch mit dem Tango hat Alex Lures ein wirklich gutes Produkt auf den Markt gebracht.
Die vielen Farben und Lauftiefen lassen eigentlich keine Wünsche offen.
Wer den Alex Ritmo und den Alex Tango mit ans Wasser nimmt, wird seinen Fisch fangen.
Ich kann und werde Ihn in meiner Box behalten und hoffentlich noch viele Fische mit ihm fangen können.

In diesem Sinne,

Michael Schmale

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