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| Testbericht Alex Ritmo Five & Orka Shad Tail |
| Geschrieben von: Michael Schmale |
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Als Testköder wurden mir der Alex Ritmo Five sowie den Orka Shad Tail zugeteilt. Leider konnten nicht alle Farben getestet werden um mehr auf die gegebene Angelsituation reagieren zu können. Als erstes, würde ich gern mit dem Testurteil des Alex Ritmo Five anfangen. Ich hatte mir den Köder in zwei unterschiedlichen Farben zusenden lassen. Optik
Schon auf der Ignjatov Internetseite sah der Köder schon klasse aus und die Farbpalette war mehr als ausreichend denn unter den 8 verschiedenen Dekoren, ist für jede Angelsituation und für jeden Geschmack etwas mit dabei. Ich persönlich entschied mich für die Dekore TS (Threadfin Shad) sowie PR (Perch). Da die Gewässer in denen ich die Testläufe starten wollte sehr klar sind und natürliche Dekore gefragt waren. Aber generell wirken alle Dekore sehr natürlich und jeder Wobbler ist wirklich aufwendig gearbeitet. Selbst die Tatsache daß der Ritmo Five nicht mit Unmengen Epoxyd überzogen ist macht ihn trotz alledem zu einem überaus Widerstandsfähigen Wobbler, dem selbst größere Hechtzähne nicht sonderlich beeindrucken. Die Sprengringe sowie Haken sind qualitativ hochwertig und müssen nicht wie bei vielen anderen Wobblern erst gegen höherwertige Modelle ausgetauscht werden. Die Kunststoff-Tauchschaufel mit dem Alex Schriftzug ist stabil und nimmt es einem auch mal nicht ganz so übel, Kontakt mit einem Brückenpfeiler zu bekommen, wie ich leider zweimal in der Testphase feststellen musste.
Praxistest
Mein erster Eindruck am Wasser „Man wobbelt der heftig“. Das fehlen von Geräuschkugeln im Inneren macht der Ritmo Five locker durch seine starken Druckwellen wet. Das gefiel den Hechten anscheinend ganz gut und so konnte ich schon nach wenigen Würfen den ersten Halbstarken auf die Schuppen legen. Was nicht zuletzt der Führung mit langen Twitches im Jerkstil zu verdanken war. Der Alex Ritmo Five lässt sich also nicht nur durch einfaches einkurbeln, sondern auch mit Twitches in Szene setzen. Das einlegen von Ministops zwischen den Twitches lässt den Alex etwas nach oben schnellen und reizt so die Barsche ganz besonders. Der erste Einsatz war also sofort ein Erfolg auf ganzer Linie und ich konnte in dieser Woche etliche Barsche sowie Hechte mit dem Köder überlisten. Und trotz einiger Bisse ist die Oberfläche noch fast wie neu. Klar sind hier und da ein paar Bissspuren aber nichts Gravierendes was den Lauf des Wobblers nachhaltig beeinflussen könnte. Ich war wirklich beeindruckt von der Haltbarkeit. Man sollte nur nicht nach dem fischen den Köder einfach in die Kiste schmeißen sondern wie bei jedem anderen Köder auch, diesen nach jedem Einsatz trocknen. Sonst fangen die Haken an zu Rosten. Das gibt unschöne Rostflecken auf den Ködern und lässt die super scharfen Drillinge schnell abstumpfen.
An meinem Hausgewässer sind die Bedingungen natürlich ganz anders als an den Bodden und so machte ich mich nach meiner Ankunft direkt auf um einen Testlauf am Heimischen Gewässer zu starten. Selbst im 1,0m tiefen Wasser konnte ich hier meine Fische, dank der flexiblen Köderführungmöglichkeiten. Denn selbst bei einer angegebenen Tauchtiefe von +2,0m, welche der Köder definitiv läuft, hat man die Möglichkeit den Bait langsam an gespannter Schnur im Zickzackkurs durchs Flachwasser zu führen. Zum Schluss möchte ich noch auf das Gewicht sowie Flugverhalten dieses Köders eingehen. Da er mit seinem geringen Gewicht von nur 9g und seiner Bulligen Form eher träge daher kommt, habe ich ihn absolut unterschätzt und dadurch Bekanntschaft mit einem Brückenpfeiler gemacht. Wurfweiten von rund 20-30m sind überhaupt kein Problem und es macht richtig Spaß diesen Köder zu werfen.
Fazit Ein echt klasse Köder, der seines gleichen sucht. Preis.-Leistungsverhältniss stimmen hier überein. Sehr haltbar und sauber verarbeitet. Eine Geheimwaffe zum Ende der Saison, wo die meisten Rasselköder versagen. Der Ritmo macht seinem Namen alle Ehre! Ich hätte sehr gern noch weitere Farben getestet! und es wäre schön dieses Modell als Flachläufer zu fertigen. Wie ich finde, darf dieser Wobbler nicht mehr in meiner Köderbox fehlen und ist für mich eine absolute Bereicherung.
Als zweites gehe ich näher auf den Orka Shad Tail ein. Optik
Ich bin froh diesen Köder zugeteilt bekommen zu haben, den ich glaube er ist eines der fängigsten Modelle aus der Orkareihe. Der Fischkörper gepaart mit dem verführerisch wedelnden Twisterschwanz sind ein bank auf Barsch und Zander. Da es den Köder auch in 12 verschiedenen Farben gibt, fiel die Wahl nicht leicht aber ich entschied mich schnell für FB (Chatreuse/Glitter) da diese Farbe eigentlich immer bei mir läuft. Der erste Eindruck von dem Köder war sehr gut als ich ihn in den Händen hielt. Sehr guter Guss und schön weiche Gummimischung. Stinger sind meiner Meinung nach bei diesem Modell unnötig, da der Vorderkörper genau den Längen der Jigkopfhaken entspricht. Praxistest Ich hatte mir extra für den Bodden das größte Modell aus dem Sortiment ausgesucht um dort auf Hecht zu fischen. Der Lauf des Köders ist echt klasse und der Twisterschwanz arbeitet schon bei der kleinsten Bewegung unter Wasser. Dies liegt wohl an der sehr weichen Gummimischung des Köders. Für meinen Geschmack fand ich den Köder erst etwas klein geraten für meine Ansprüche, da ich Shads um die 20cm meisst auf Hecht fische. Allerdings entpuppte sich der Shad als absoluter Bringer bei den Hechten. Ich fischte den Köder verschiedenen Gewässern und Flüssen der Region aber im stehenden und leicht fließenden Wasser war er bei mir der absolute Trumpf. An Gewässern mit starker Strömung wie beispielsweise dem Rhein, kann ich den Köder nicht wirklich empfehlen. Dort sind eher andere Modell mehr gefragt als der Orka Shad Tail. Leider konnte ich in den ganzen 100 Tagen nicht einen Zander mit dem Köder überlisten aber dafür umso mehr Hechte und Barsche auf dem kleineren Modell. Die kleineren Modelle eignen sich übrigens nicht nur um den Räubern nach zu stellen, sondern selbst Döbel und andere Friedfische scheinen diesen Köder interessant zu finden.
Leider blieb mir mein PB Döbel von geschätzten 70cm auf diesem Köder verwehrt weil er es sich doch noch kurz vor meinen Füßen anders überlegte. Aber ich werde es weiter versuchen und sicherlich noch viele Fische mit dem Orka Shad Tail fangen. Fazit Sehr gut laufender Shad, allerdings gab es sehr viele Verluste in Form von Zahnschnitten bis hin zum Abriss der Schwänze durch Hechtattacken. Der Köder kommt super bei Meister Esox an aber es wäre schön den Köder noch eine Nummer größer zu Fertigen. Die Farbpalette ist bei dem Köder sehr umfangreich und alle wichtigen Farben sind vertreten. Der Köder topte bei mir am besten im Stillwasser sowie in leicht fließenden Gewässern. Ein Köder den man auf jedenfall in seiner Kiste haben sollte. Zielfische sind bei diesem Köder definitiv nicht nur Hecht, Zander und Barsche sondern auch Friedfische wie Döbel, Brassen usw. (natürlich nur auf dem kleinen Modell). Die Wurfeigenschaften des Köders waren wie erwartet gut, wobei ein Eriejigkopf als Gewicht diente. Dass Preis.-Leistungsverhältniss stimmt auch bei diesem Produkt und ich kann den Köder mit bestem Gewissen weiter empfehlen. von Michael Schmale [ ↑ ] nach oben |